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der 
Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wegberg

Nach längerer Planung und Beschaffung durch die Löschgruppe Klinkum, ist es nun so weit: Ein Automatischer Externer Defibrillator (kurz AED) konnte im Juli, zentral in der Ortsmitte von Klinkum am Feuerwehrgerätehaus, installiert und in Betrieb genommen werden. In der vergangenen Woche fand nun auch endlich die offizielle Übergabe in Klinkum am Feuerwehrgerätehaus statt. Hier ist er nun frei zugänglich für alle bereit, um Leben zu retten.

Überreicht wurde der AED seitens der Löschgruppe Klinkum als Standortgeber, vertreten durch Daniel Langerbeins (Löschgruppenführer LG Klinkum) und Mario Schröder (Löschzugführer LZ4), symbolisch an den Vertreter der Dorfgemeinschaft Klinkum Stephan Bollig. Als Vertreter des Lieferanten des AED’s (Firma Fiegen - Erste Hilfe und Brandschutz) war zusätzlich Willem Hoffmanns bei der Übergabe vertreten. Herr Hoffmanns hat das Projekt von Beginn an fachlich wie auch technisch begleitet, und unterstützt die Löschgruppe Klinkum bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich rund um das Thema Erste-Hilfe.

Die Löschgruppe Klinkum möchte mit dieser Aktion auf das Thema Laienreanimation, auch in Kombination mit solchen Geräten, aufmerksam machen und sensibilisieren. Jeder kann helfen! Zusätzlich ist die Erreichbarkeit solcher Geräte im Notfall deutschlandweit immer noch nicht ausreichend. Für die Klinkumer Bürger hat sich das nun geändert!

In Deutschland sterben jährlich ca. 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance von betroffenen Personen um 10–12 %, denn bereits nach 3 bis 5 Minuten beginnen die Gehirnzellen abzusterben. Automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs) können hier Leben retten. Sie sind so konstruiert, dass sie von jedem Laien bedient werden können. Der plötzliche Herztod trifft zunehmend auch jüngere Menschen. Direkte Ursache ist in den meisten Fällen Herzkammerflimmern, sehr häufig infolge eines Herzinfarkts. Die Defibrillation (Elektroschockbehandlung) ist in dieser Situation die einzig wirksame Maßnahme zur Lebensrettung.

So funktioniert das Gerät:

Die Defibrillation stoppt das Herzkammerflimmern mittels einem oder ggf. mehreren Elektroschocks. Diese werden über zwei auf den Brustkorb der betroffenen Person geklebte Elektroden verabreicht. Nach einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelegung mit Defibrillation kann das Herz wieder normal schlagen. Die Geräte sind in der Handhabung denkbar einfach. Die zwei Flächenelektroden werden vom Ersthelfer fest auf den Brustkorb aufgebracht. Per Sprachansage oder über gut sichtbare Text- oder Piktogrammhinweise gibt der AED alle Schritte vor, die zu tun sind. Die EKG-Analyse erfolgt automatisch nach dem Aufkleben der Elektroden. Hat das Gerät eine defibrillierbare Herzrhythmusstörung erkannt, erhält man die Aufforderung, den Elektroschock durch Knopfdruck auszulösen (halbautomatischer AED). Bei vollautomatischen AEDs löst das Gerät den Stromstoß selbsttätig aus. Nach der Schockabgabe gibt das Gerät Anweisungen zum weiteren Vorgehen. AED‘s sind entweder batterie- oder akkubetrieben. Das Gerät in Klinkum ist ein halbautomatischer AED und ist auch zur Anwendung bei Kindern geeignet.

Das Gerät ist generell als Ergänzung zur klassischen Herz-Lungen-Wiederbelebung zu sehen. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung hat in einem solchen Fall der Erst-Hilfe immer Vorrang. Ein AED leitet Sie zusätzlich zur beschriebenen Funktionalität zur Herzdruckmassage an und erklärt genau, was zu tun ist. Bei einem medizinischen Notfall steigert ein AED, neben der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Überlebenschancen also erheblich.
In Klinkum gilt also ab heute – wer eine bewusstlose Person findet, ruft die 112 und startet mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, während eine weitere Person den Defibrillator holt, um Überlebenschancen der bewusstlosen Person maximal zu steigern. Der Defibrillator ist am Feuerwehrgerätehaus in Klinkum an der Außenwand, direkt zwischen Haupteingangstür und der Fahrzeughalle installiert, und kann mit einem Schlüssel, der sich im nebenliegenden Notschlüsselkasten befindet, geöffnet werden.


Ohne Sponsoren wäre diese Anschaffung nicht möglich gewesen! Daher geht ein besonderer Dank an:

Volksbank Erkelenz, Hofladen Familie Brocker, Markus Wimmers Heizung & Sanitär, Mona’s Spielwaren, Patrick Pflipsen Bedachungen, Floristik Heyer, Hermann-Josef Königs Fliesenlegermeister, Dentallabor Dirk Vaehsen, Swiss Life Select Karsten Hülsen, Bähren Bedachungen, Fleischerei Heinz Kohlen, Kreissparkasse Heinsberg, Dental Zentrum Wegberg, Elektrotechnik Kohlen, Fiegen Brandschutz & Erste Hilfe, Architekturbüro Van Dornick, Ferienwohnung Basten


Personen auf dem Foto (v.l.n.r. : Mario Schröder, Löschzugführer Zug 4; Stephan Bollig, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Klinkum; Willem Hoffmanns, Firma Fiegen Erste Hilfe und Brandschutz; Daniel Langerbeins, Löschgruppenführer Löschgruppe Klinkum

 

     

 

Pressebericht der Feuerwehr Wegberg (Stand 10.06.2021, 11:00 Uhr):

Die Freiwillige Feuerwehr Wegberg wurde am 10.06. um 00:11 Uhr zu einem Großbrand auf die Harbecker Straße in Harbeck gerufen. Nach Eintreffen der ersten Kräfte wurde der zunächst als „Feuer 2“ gemeldete Brand auf „Feuer 3“ erhöht. Aus bislang ungeklärter Ursache war es vermutlich in einem Kühlhaus zu einem Feuer gekommen. Die Flammen schlugen sehr schnell auf das Dach der Scheune, in der sich das Kühlhaus befindet, über. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Dach der Scheune bereits in Vollbrand und hatte zudem auf das Dach des Wohnhauses übergegriffen. Sofort wurden Löschmaßnahmen eingeleitet. Insgesamt ist die Feuerwehr mit vier Trupps unter Atemschutz im Innenangriff vorgegangen. Weiter waren zwei B-Rohe und zwei Wenderohre im Einsatz. Um das neben dem Brandhaus befindliche Wohnhaus zu schützen, wurde durch eine weitere Drehleiter aus Erkelenz eine Riegelstellung aufgebaut und das Haus so vor den Flammen geschützt. Die Drehleiter der Wegberger Feuerwehr löschte derweil das Dach der Scheune und des Wohnhauses. Da in der Scheune Stroh gelagert war, wurde auch ein Wasser-Schaum-Gemisch als Netzmittel verwendet, um das Stroh besser ablöschen zu können. Alle Bewohner des Hauses konnten unverletzt das Gebäude verlassen, auch einige Katzen wurden gerettet.

Im Laufe der Nacht wurde außerdem der Baufachberater des THW zurate gezogen. Dieser kontrollierte die Scheune und das Wohnhaus und stellte fest, dass das Haus nicht mehr betreten werden darf und abgerissen werden muss.

Zur Unterstützung der Feuerwehr wurde das Technische Hilfswerk mit Kräften aus Erkelenz, Hückelhoven und Viersen angefordert. Ein Bagger des THW und ein Bagger der Firma Jansen sind derzeit immer noch im Einsatz, um das in der Zwischendecke gelagerte Stroh aus der Scheune zu holen. Es wird anschließend zur Kahrbahn in eine Füllstoffdeponie gebracht. Diese dient als Zwischenlager. Die Löschgruppe Arsbeck ist dort im Einsatz und stellt sicher, dass das Stroh gelöscht ist.

In den frühen Morgenstunden konnten die ersten Einsatzkräfte wieder einrücken. Die Wegberger Kameraden wurden durch die Bauhof- und Verwaltungsstaffel abgelöst. Diese hat aktuell die Nachlöscharbeiten übernommen.

Zur Lageerkundung nahm die Technische Einsatzleitung die Drohne vor.

Die Kripo hat unterdessen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Im Einsatz waren circa 80 Einsatzkräfte aus dem Löschzug 1 Stadtmitte, der Löschgruppe Merbeck, der Löschgruppe Klinkum, der Löschgruppe Arsbeck, der Bauhof- und Verwaltungsstaffel und der Technischen Einsatzleitung.

 


Infos, Bilder & ein Video der Einsatzstelle finden Sie im beigefügten Link des "Heinsberg Magazin".

 

 
   

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