Am vergangenen Mittwoch (12. September) absolvierte die Bauhof- und Verwaltungsstaffel der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg einen umfangreichen Ausbildungstag auf der NATO AIR BASE in Geilenkirchen.
Dort konnten die Einsatzkräfte unter Realbedingungen ihre Leistungsfähigkeit deutlich unter Beweis stellen.
Der Leiter der Feuerwehr Wegberg, STBI Dietmar Gisbertz, hatte sich dazu gleiche mehrere Einsatzszenarien ausgedacht.
Gleich nach Ankunft auf dem Übungsgelände galt es einen Waldbrand abzulöschen. Erschwerend kam hinzu, dass sich in diesem Waldstück noch eine vermisste Person aufhielt.
Nach dieser schweißtreibenden Aufgabe gab es eine kurze Kaffeepause im Übungsgebiet. Doch bereits während dieser Pause kam unerwartet der 2. Alarm auf die Einsatzkräfte zu.
Das Alarmstichwort lautete nun „Person unter PKW eingeklemmt“. Auch hier fanden die Einsatzkräfte eine Reallage vor. Ein ca. 80 kg schwerer Dummy lag unter einem stark beschädigten PKW und musste mit umfangreichen technischen Mitteln befreit werden.
Die 3. Einsatzlage hieß dann “Brand eines Tankwagens“. Auch hier wurde den Einsatzkräften viel abverlangt, galt es doch die Straße zu sichern, den brennbaren Stoff zu lokalisieren und umfangreiche Löschmaßnahmen einzuleiten. Auf Grund des brennbaren Stoffes reichte hier ein mit Wasser geführter Löschangriff nicht aus. So entschied sich der Einsatzleiter, hier einen Schaumangriff aufbauen zu lassen. Nachdem der komplette Tankwagen vollumfänglich eingeschäumt war, konnte der Übungsleitung auch „Feuer aus“ gemeldet werden.

Nach einer Mittagspause stand dann noch ein „Highlight“ auf dem Programm. Die angehenden Atemschutzgeräteträger dieser Gruppe (5 Kameraden) hatten die Möglichkeit ihr bereits erlerntes Wissen im Umgang mit dem Atemschutzgerät unter Realbedingungen zu testen. Für solche Einsatzübungen steht den Einsatzkräften auf der Air Base ein spezielles Brandhaus zur Verfügung.
Bei diesem Übungsobjekt handelt es sich um eine komplett ausgestattete Wohnung mit Möbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen.
Nun galt es in einer unbekannten, verdunkelten Wohnung, die sich über 2 Etagen erstreckte, eine leblose Person zu finden und ins Freie zu schaffen. Bei dieser schweißtreibenden Aufgabe, die aufgrund des „Brandrauches“ vollständig auf den Knien zu absolvieren war, wurde den Einsatzkräfte schnell klar, wie anspruchsvoll eine solche Menschenrettung sein kann.

Bei der gemeinsamen Abschlussbesprechung zeigten sich dann auch alle Teilnehmer hoch zufrieden mit dem Erlernten und durften als kleines Dankeschön noch die neue Feuerwache sowie die großen Flugfeldlöschfahrzeuge der Flughafenfeuerwehr besichtigen. Für alle ging so ein interessanter Ausbildungstag zu Ende.

Nein – nicht ganz, denn bereits auf der Rückfahrt nach Wegberg wurden sie durch die Leitstelle zu einem Realeinsatz nach Wildenrath alarmiert. Hier hatte ein Tankwagen größere Mengen an Heizöl verloren und es galt eine Schädigung der Umwelt zu verhindern. So nah beieinander liegen bei der Feuerwehr Einsatz und Übung.